Mit der geopolitischen Neuordnung des europäischen Ostgebietes nach der Auflösung der Sowjetunion traten in den letzten Jahren wieder Sprachen zum Vorschein, die für lange Zeit ungenutzt blieben oder einen russischen Einfluss besaßen. Hierzu gehört etwa das Tschetschenisch, das auf eine bewegte Geschichte blickt.
Zugegeben, es ist aus beruflichen und privaten Gründen nicht immer ganz nachvollziehbar, diese Sprache zu erlernen. Ihre Anwendungsmöglichkeiten sind gering und nehmen sogar weiter ab. Dennoch weist das Tschetschenisch neben seinen russischen auch türkische, zuweilen sogar wenige arabische Einflüsse auf. Wer sie zu nutzen weiß, kann sich daher den osmanischen Sprachraum eröffnen. Etwa bei der Verwendung des Alphabets können Gemeinsamkeiten entdeckt werden. Denn die zwar lateinischen Buchstaben der Tschetschenischen Sprache besitzen eine türkische Prägung. Ebenso wird es aber auch im gesamten russischen Ballungsraum mit der Kenntnis des Tschetschenischen möglich sein, sich zumindest ein Gehör zu verschaffen. Alle aufgeführten Sprachen haben sich in den letzten Jahrhunderten erheblich gegenseitig beeinflusst – der Nutzen einer jeden von ihnen ist daher größer, als das auf dem ersten Blick erscheinen mag.