Slowakisch kristallisierte sich während des 10. Jahrhunderts als eigene Sprache heraus, nachdem das Großmährische Reich, das auf dem Gebiet der heutigen Slowakei lag untergegangen war. Dabei handelte es sich jedoch lediglich um eine gesprochene Sprache, aus der sich im Lauf der Jahrhunderte verschiedene Dialekte entwickelten. Eine eigene slowakische Schriftsprache wurde erst im ausgehenden 18. Jahrhundert entwickelt. Die Basis des heutigen Slowakisch bildete ein mittelslowakischer Dialekt.
Slowakisch wird von der Sprachwissenschaft zu den sogenannten flektierenden Sprachen gerechnet. Das wesentliche Kennzeichen dieser Sprachen besteht darin, dass das jeweilige Wort gebeugt wird, um die grammatikalische Bedeutung innerhalb des Satzes zu verdeutlichen. Zu den weiteren Besonderheiten, durch welche sich Slowakisch auch von den anderen slawischen Sprachen abhebt, gehört die Tatsache, dass grundsätzlich die erste Silbe eines Wortes betont wird.
Obwohl Ähnlichkeiten zwischen Slowakisch und anderen slawischen Sprachen bestehen, gilt diese Sprache gemeinhin als eher schwierig zu lernen. Der Grund dafür: Die Zahl der Sprachen, die sehr große Ähnlichkeiten zu Slowakisch aufweisen, ist sehr überschaubar. Zudem werden diese Sprachen nur von vergleichsweise wenigen Menschen gesprochen.