Gerade in einer Welt, welche von technischem Fortschritt sowie einer zunehmenden Internationalisierung und Mobilisierung des Arbeitsmarktes geprägt ist, kann es grundsätzlich nur von Vorteil sein, möglichst viele Sprachen zu sprechen. Amharisch ist sicherlich vor allem für Menschen von Interesse, die sich schon immer für Afrika mit seiner gesamten landschaftlichen, kulturellen und letztendlich auch sprachlichen Vielfalt im Allgemeinen und Nord- bzw. Ostafrika im Besonderen interessiert haben. Ob sie diese heimliche Leidenschaft nun durch die Teilnahme an einem Forschungseinsatz oder in Form eines Urlaubsaufenthaltes im vielseitigen Äthiopien endlich zum Ausdruck bringen, ist zweitrangig. Wichtig ist nur, dass sie ihre Reise durch ein Land voller ungewohnter Impressionen so intensiv wie möglich erleben. Dass Amharisch-Kenntnisse eine wichtige Voraussetzung dafür sind, dieses Ansinnen gebührend in die Tat umzusetzen, lässt sich leicht nachvollziehen. Und ein Blick in den umfangreichen Katalog von Sehenswürdigkeiten genügt, um festzustellen, dass Äthiopien und Umgebung tatsächlich immer einen Besuch wert ist. Dabei scheint, wie man es von einem afrikanischen Land sicherlich nicht anders erwarten wird, die Auswahl an Naturwundern nahezu unbegrenzt.
Von den Fällen des blauen Nils bis hin zu den zahlreichen Nationalparks, darunter der Bale Mountains sowie der Mago Nationalpark zeigt sich das Land in seiner ganzen landschaftlichen Schönheit und steht in puncto Artenreichtum und Vielfalt anderen afrikanischen Staaten in nichts nach. Outdooraktivitäten wie die Teilnahme an Safaris oder Trekkingausflügen bieten also vor allem aktiven Gästen einen tiefen Einblick in die natürlichen Schätze der Region. Doch auch auf kultureller Ebene wartet Äthiopien mit so einigen außergewöhnlichen Leckerbissen auf. Erwähnenswert sind hier vor allem die Granitobeliske der alten Königsstadt Aksum, der alte Ghibbi-Palast in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba sowie die Felskirchen von Lalibela, deren wundersame Konstruktion Archäologen heute noch Rätsel aufgibt. Um all diese Attraktionen gebührend anerkennen und im Zweifelsfall aus Gesprächen mit Einheimischen noch zusätzliche Informationen gewinnen zu können, erweisen sich Amharisch-Kenntnisse von unschätzbarem Wert. Ähnlich verhält es sich natürlich, wenn man beispielsweise von Deutschland aus an einem der zahlreichen Hilfsprojekte mitwirkt oder für die Integration von Neuankömmlingen aus dem nord- bzw. ostafrikanischen Raum zuständig ist.
Doch wie eignet man sich nun diese relativ fremde semitische Sprache am besten an?